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Einige haben es schon geahnt, andere wollten es nicht war haben und ich bin scheiß sauer.

Wie ich eben feststellen musste wird Apple keine Professionelle Serverlösung mehr für Unternehmen anbieten. Der Apple Xserve wir nun endgültig eingedampft.

Das beweist nun vielmehr das sich Apple eher im Consumer Bereich sieht und die Frage ist wie lange noch OS X Server entwickelt wird.

Das MacPro Rechner oft leistungsfähiger als ein Xserve waren mag sein, allerdings ist ein MacPro definitiv nicht für einen Serverschrank / Serverräume geeignet.

Für meinen Teil ist das ein herber Rückschlag als Apple Systemadministrator und IT Verantwortlicher.

Ich werde mir wohl nun in den kommenden Wochen und Monaten Gedanken machen müssen wo es mich nun hinführt… Apple wird für mich wohl nur noch als Desktop / Consumer Produkt in frage kommen.

Ich denke es wird mich nun wieder deutlich mehr in Richtung Linux ziehen, sowohl im Professionellen als auch im Privaten Bereich, da ich nicht mehr weis wie es mit Apple in zukunft weitergeht und mir das ganze für meine berufliche Laufbahn zu heikel ist sich Bedingunglos einem Unternehmen zu unterwerfen.

Ob und wie ich diesen Blog noch weiter führe bleibt abzuwarten, es war ja eh etwas lau in letzter Zeit ;)

Das hat man davon wenn man sich so sehr an ein Unternehmen bindet welches mittlerweile in meinen Augen schlimmer ist als diejenigen sind die man als „Böse Monopolisten die machen was sie wollen“ beschimpfte…

Bye bye Apple

ps.: fidel hats wohl geahnt ;)

26 Antworten auf “Kein Xserve mehr von Apple… ich glaub ich kotze !”

  1. Dirk Küpper

    Ich setze seit Ewigkeiten auf PowerMacs/MacPro´s in der Apple Server Landschaft. Einen XServe habe ich nur selten zum Einsatz gebracht. Warum auch? Der XServe kann nur 3 Platten intern. 4 sind aber mindestens für eine passable Lösung der entscheidene Faktor! Die Erweiterbarkeit auf eine größere Platte war mit den Einsätzen gelinde gesagt ein Hindernis und eine Entscheidung gegen den XServer. So lange Mac OS X Server Software weiter entwickelt wird, sehe ich da keine Probleme!

  2. Jann Heider

    Für mich ist es derzeit in unserem Unternhemen keine Alternative bei bedarf Unsere Xserver gegen MacPros zu Tauschen… dafür haben wir keinen Platz im Serverraum.

    Bzgl. Solange es die OS X Server Version gibt….

    Naja, Java ist ja vor ein paar Wochen schon rausgefallen, Apple Xraids wurden schön vor Monaten eingestellt und jetzt sind die Xservers weg…

    Wie geht es weiter ? Vielleicht so…

    – OS X Server wird eingestellt da es genug andere lösungen gibt dank NFS und SMB man andere Fileserver verwenden kann… und Open Director hat ja auch nur ein nischendasein, auch der Mailserver diesnt wird ja nicht gebraucht weil es genug alternativen gibt, usw… usw.. usw..
    – Reine Desktopsysteme zu bauen ist zu kostspielig, apple stellt sie ein, warum ? Ganz einfach.. die masse verwenden eh nur MacBooks, iMac und MacMinis … wozu noch einen Mac Pro ?
    – Das Active Directory Plugin wird nicht mehr weiter entwickelt
    – usw usw usw

    Sorry, bei dieser Apple Politik im moment kann man nicht mehr abschätzen wie es in zukunft im Professionellen bereich weitergeht. Eine Roadmap gibt es sowieso nicht was das ganze Planungsunsicher macht und für mich als IT Entscheider ist das Risiko zu groß auf etwas zu setzen was in möglicherwise ein paar Jahren von heut auf morgen eingestampft wird.

  3. nico

    mac pro können zwar leistungsfähiger sein, aber redundanz ist halt einfach nicht drin mit den netzteilen
    wundert mich nicht, eine mögliche „lösung“ wäre ja os x server von der hardware zu entkoppeln, indem apple z.b. mit dell (oder anderen serverherstellern) kooperiert, den schritt bezweifele ich allerdings

  4. Jann Heider

    @nico
    Die Idee mit Hardware entkoppeln wäre nicht schlecht!

    Ja und wenn 2 Mac Pros auf 12 HE verteilt mal bei einem die Platte ausfällt… dann bedeutet dies halt „Server“ runterfahren, den extrem leichten ;) MacPro vom Rack holen, aufmachen, platte raus neue rein, das ganze dann wieder zurück und einschalten….

    Ja ne ist klar… erzähl das mal den ganzen mitarbeitern warum ich wegen tausch einer Festplatte grade den z.B. Mailserver runterfahren musste… und ich warte bestimmt nicht bis 20 Uhr abends um ne Platte zu tauschen!

    Wozu wurde „Hot Swap“ wohl erfunden ?

    Sorry, in kleinen betrieben mit 5 Usern kann man das ja gerne so machen. Aber in Mittelständenschen unternehmen was im Front und Backend fast ausschließlich auf Apple setzt ?

  5. Micha

    Ja da muss echt auch mal was zu sagen. Das ist eine riesen große Scheiße. Tut mir leid Apple aber so langsam stinkts…..

  6. Micha

    vielleicht sollte mal paar leutchne auf die barrikaden gehen ich kann mir gut vorstellen das es genug firmen gibt die xserve im einsatz haben und das seit vielen jahren. steve muss weg !!!

  7. fidel

    @Jann

    Viel Spaß und Erfolg bei der Strategieänderung.
    Kann deine Haltung 100% nachvollziehen … sehe in den Entscheidungen der letzten Monate auch ne klare Abkehr vom Enterprise-Bereich… in dem Apple wen man ehrlich ist zuvor schon ne gefühlte Insel war …und besser wird es wohl kaum werden ;)

    siehs positiv … da gibt ggf wieder mehr interessante Felder mit Lernpotenzial hehe.

    Gruß
    fidel

  8. Jann Heider

    @Micha
    Auf die Barrikaden gehen finde ich gut… bin sofort dabei

    @fidel
    Ich denke auch… ich habe sowieso seite eh und je Ubuntu nebenbei laufen und Debian im Webserver Bereich. Lass uns nen feinen Linux Blog aufmachen ;)

  9. Oliver

    Sich an ein Unternehmen zu binden kann langfristig eigentlich immer in die Hose gehen. Auf vielen Hochzeiten zu tanzen ist aber auch nicht das Wahre. Den richtigen Spagat zu finden, ist eine Kunst in dieser bewegten Zeit.

  10. Micha

    hoffen wir das die sich das bald wieder anders überlegen…

    Nach dem Apple die Einstellung der Xserve-Familie bekannt gegeben hat, hat ein Leser der französischen Seite Macgeneration Steve Jobs einen Brief geschrieben, in dem er sich über die Einstellung beschwert. Er unterbreitet dem Apple-CEO auch gleich einige Vorschläge: von der Namensänderung hin zu “Apple Pro Consumer” oder Mac OS X Server an einen anderen Anbieter wie VMWare oder einen anderen Virtualisierungsspezialisten abzugeben.
    Die Antwort von Steve Jobs erfolgt in gewohnt knapper Art: “Niemand hat sie gekauft.” Und tatsächlich hat das Unternehmen 2007 und 2008 in einem Zeitraum von drei Monaten weniger als 10 000 Stück verkauft und damit nur rund 0,4 Prozent der Gesamtverkaufszahlen aller Apple-Produkte erzielt……

    ich wüsste nicht das 10000 stk in drei monaten wenig sind. vor allem weil es ja server sind und keine ipods…NARF

  11. Thomas

    Hallo zusammen,

    ich sehe auch dass sich Apple zunehmend in Richtung einer Sony – sprich Consumer – entwickelt. Rein Betriebswirtschaftlich macht das auch Sinn, wenn nun mal im Unternehmensbereich kein Geld verdient wird. Die dummen sind die, die wie wir auf Apple als Lösung im Backend gesetzt haben. Für mich gewinnt dadurch das Thema Virtualisierung extrem an Bedeutung. Im Ersten Schritt heist das die Xserves zu virtualisieren. Im Zweiten Schritt kann man sich dann anschauen wohin die Reise mit OX Server geht. Wäre ja durchaus denkbar, dass Apple in die Richtung geht, ähnlich wie sie es seiner Zeit mit dem Xraid gemacht haben. Und wenn alle Stricke reissen, migriert man die Dienste eben von der OXS-VM in irgendwas anderes.

    Glücklich bin ich über die Entwicklung nicht, aber auf der anderen Seite treibt es so ein Stück weit die Innovation der eigenen Infrastruktur an.

  12. Jann Heider

    Nein, ganz und garnicht. Solange ist keine Möglichkeit gibt OS X Server auf einem professionellen Serversystem laufen zu lassen (ganz gleich ob VMware oder Partnerschaft mit HP / Dell oder wieder einen Xserve), sehe ich keine Zukunft mehr für OS X Server im Backend.

    Das wiederum bedeutet warscheinlich auch eine veränderung im Frontend und es wird wohl ein heterogenes Netzwerk bestehend auf Windows 7 und Mac OS X, je nach bedarf und anforderung an den jeweiligen Arbeitsplatz.

    Das ganze wird dann aktuell wenn das Frontend mal wider getauscht wird, bis dahin werden wir sehen wo es mit Apple hingeht, ich allerdings glaube mitlerweile das Apple mehr ein gutes consumer Produkt ist als ein professionelles System.

    Aus persönlicher / privater sicht, naja… da bin ich grade im zwiespalt. Für mich gibt es Hardwaremäßig kein Laptop was an ein MacBook Pro ran kommt, alleine das Design ist klasse… das fehlt in der „normalen“ PC Welt, auf der anderen Seite finde ich Ubuntu klasse und kann vollständig auf dieses System umswitchen (ausser wenn ich die CS 5 Brauche oder mal etwas Starcraft II spielen will ;) ) , vielleicht sollte ich aber auch auf Windows setzen… ich glabe mit dem gedanken werde ich noch intensiver spielen wenn ich mir ein neues System zulegen muss oder will.

    Wie schauts eigentlich bei dir aus ? ;)

  13. fidel

    @micha:
    auch von mir ein merci für den link – trifft es sehr gut ;)

    @Jann
    privat war der Switch easy – ich hab den Pro fix verkauft bekommen und hatte nach dem kauf der ersatzhardware (die ähnlich überdimensioniert ist) sogar noch deutlich kohle über.
    Softwareseitig bin ich bei Ubuntu gelandet – und auch dort waren die notwendigen Apps fix zusammengesammelt so daß ich im Alltag echt nix vermisse und wenn ich ehrlich bin sogar einen Mehrwert für meinen Fall entdecke.

    at work waren & sind wir schon immer zu klein für XServe – weshalb der Apple-Strategie-Wechsel für uns quasi unrelevant ist … ausser der indirekten Auswirkung daß das Server-OS zukünftig sicher „nicht unbedingt mehr entwicklungsfokus“ erhalten wird (mein Gefühl).

    Den im Brief angesprochenen Virtualisierungs-Wandel wünsch ich mir aber auch ;)

    Gruß
    fidel

  14. Jann Heider

    Ja, ich denke Privat wird es wohl in zukunft ein System mit Ubuntu als Haupt OS und Windows 7 als guest für die Dinge die auf Linux nicht laufen (Photoshop & co. und ein oder 2 Spiele die ich Spiele wenn mir mal langweilig ist).

    @Work wird es wohl noch viele überlegungen zur Strategie geben.

  15. fidel

    Wenn du privat ne Frickelwiese willst – bau dir ne Linux-Kiste mit 2 Grafikkarten und reich die eine an ein virtuelles Windows durch …. nette kleine Spielewiese – sofern man mehr zockt und/oder ne Abneigung gegen Reboots hat ;)

    Für die Work-Pläne kann ich weiterhin nur sagen – viel Erfolg beim Alternativen finden.

    Gruß
    fidel

  16. Bernd

    Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah: OSX hat Wurzeln in FreeBSD. Nimm FreeBSD und Du fühlst Dich zu Hause.

  17. Jann Heider

    Recht hast du! Allerdings such ich nach einer kompletten Lösung alla Open Directory oder Active Directory, bei der ich die clients im Frontend bequem verwalten kann, eine lösung wäre Frontent Windows und im backend BSD / Linux / what ever mit SAMBA 4, wenn ies denn entlich offiziel realeased wird und reibungslos läuft.

    Naja, noch laufen die Xserves und ich habe immernoch die hoffnun das Apple OS X Server für Virtualisierungslösungen auf nicht Apple hardeware freigibt.

    Wenn sich allerdings kommendes jahr nichts in diese Richtung tut, dann wird es Zeit eine Alternative zu suchen.

  18. dr3do

    @Jann Heider
    Was machen dein Entscheidungen? Bist du weitergekommen? Ich stecke in einer ähnlichen Situation, da wir Mac-only sind, sowohl im Frontend (~40 Clients), als auch im Backend (~7 Server).

  19. Jann Heider

    @dr3do
    Leider bin ich noch nicht viel weiter. Um uns Zeit zu verschaffen habe wir uns noch ein paar Xserve’s gekauft und auf Lager gelegt.

    Ich hoffe immernich das Apple einsicht bekommt und OS X Server wenigsten Lizentechnisch zum Virtualisieren erlaubt. Allerdings gibt es auch hier die ersten Gerüchte das sowohl OS X Server als auch alle anderen Serverbasierten Programme wie Final Cut Server, XSan, etc.. eingestellt werden sollen. Laut gerücht wird derzeit bei Apple überlegt das mit 10.7 die Letze OS X Server version raus kommt.

    Ich denke ich werde nun dieses Jahr noch etwas ruhe bewahren, wir haben Aktuelle Systeme im Front und Vackend (10.6.x) und die laufen noch eine Zeit Lang.

    Allerdings wird es zum ende des Jahres eine entscheidung geben wo es hingehen wird.

    Sollte sich bis dahin bei Apple nicht in sachen Server etwas tun, bin ich derzeit ein Freund von einer Lösung in der Art: OS X Frontend + Ubuntu Linux Server im Backend, welche auf großen Host Systemen laufen und Virtualisiert werden (mit VMware o.ä.). Eine Sache die ich in der Apple Welt sowiso vermisst habe ;)

    Allerdings will ich mich auch noch mit anderen Apple Admins austauschen um vielleicht gemeinsam an einer guten Lösung zu arbeiten. Auf Windows Systeme habe ich nicht wirklich Lust ;)

  20. dr3do

    @Jann Heider
    Ich hatte gestern ein sehr interessanten Termin mit dem grössten Apple-Distri in CH. Wir haben uns natürlich auch bezgl. Lösungen im Bereich Xserve bzw. OS X Server unterhalten. ;) Derzeit ist noch keine endgültige Lösung gefunden, wenn es auch schon recht vielversprechende Asätze gibt. Bspw. das OpenLDAP auf Linux (Debian/Ubuntu) so zu pimpen, dass es so gar mittels WGM bedient werden kann – Kleinigkeiten bocken noch, daher noch nicht b2b tauglich. Die Lösungssuche geht – übereinstimmend mit dir – in Richtung OSX-Frontend und Linux-Backend. Wobei man sagen muss – auch wenn ich darauf auch keinen „Bock“ mehr habe – ein Windows Server 20xx hat im Backend mit OSX im Frontend kein soo schlechtes Zusammenspiel. Den Vorteil beim grossen Distri sehe ich darin, dass dieser doch erstaunlich viel Einwirkungsvermögen auf Apple hat – hätte ich nicht gedacht.

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